Mischt euch ein!

Unser Mitglied Sophia ist seit Dezember 2015 Mitglied des Jugendparlamentes in Wiesbaden. Mit uns hat sie über die Projekte des Jugendparlamentes und die Schwierigkeiten, als Jugendliche in der Politik ernst genommen zu werden, gesprochen.

Du wurdest im Dezember vergangenen Jahres in das Jugendparlament (JuPa) Wiesbaden gewählt und setzt dich seitdem dort aktiv für Jugendpolitik ein. Was hat dich damals dazu bewogen für das JuPa zu kandidieren?

Als ich gehört habe, dass es dieses Jahr keine Folklore mehr gibt, war für mich klar, dass ich etwas verändern möchte. Wir Jugendliche sollten uns mehr in die Politik mit einmischen um für unsere Interessen zu kämpfen.

Das JuPa arbeitet, ähnlich der Stadtverordnetenversammlung, mit Arbeitskreisen (AKs). In welchen AKs bist du vertreten und welche Themen liegen dir dort besonders am Herzen?

Ich bin in dem AK Öffentlichkeitsarbeit und Vorsitzende des AK Kultur und Soziales, welcher mir sehr am Herzen liegt. Gerade in  Themenbereichen, wie beispielsweise Freizeitangebote, Sport und Drogenpolitik  möchte ich eine schöne Atmosphäre für alle Jugendliche schaffen. Meine aktuellen Themen, die ich in meinem AK bearbeite sind: Youth Culture, das Projekt vom SJR (Stadtjugendring) „Ferien für alle!“ und Bob.

Als Sprachrohr der Jugend ist das JuPa in vielen städtischen Gremien als beratendes Mitglied vertreten. Welchen Einfluss hat das JuPa deiner Meinung nach auf städtische Politik und wo siehst du eventuell Probleme?

Um ehrlich zu sein wird man kaum beachtet, ob in der Stadtverordnetenversammlung oder in den Ausschüssen, was ich sehr schade finde. Denn gerade die Jugendlichen sind entscheidend für die Politik. Wir als Jugendparlament können keine Anträge einreichen, das alleine zeigt schon, dass wir nicht so ernst genommen werden, wie wir es gerne möchten. Jedoch arbeiten wir gerne mit anderen Gremien zusammen, wie zum Beispiel mit dem SSR oder dem Sjr, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

Wenn du die ein Projekt aussuchen könntest, welches in der nächsten Legislaturperiode unbedingt umgesetzt werden soll, welches wäre es?

Ich wünsche mir, dass ich mich noch weiter mit dem Thema ‚Folklore in Wiesbaden‘ beschäftigen kann und wir dort eine Lösung finden.

Die Jungen Liberalen Wiesbaden setzen sich bereits seit einigen Jahren dafür ein, dass das Jugendparlament in den jugendrelevanten Ausschüssen nicht nur angehört wird, sondern auch eigene Anträge einbringen darf und so neue Impulse in der Stadtpolitik setzen kann.